Qtj

IKV Qebmey tay joH

Lebenslauf B’Elora

B’Elora

Lebenslauf

Ich wurde vor nunmehr 36 Jahren geboren, der Geburtsort ist das Haus des DarkH-Clans auf Qo’noS. Allerdings hatte ich nicht das Glück, dort auch aufzuwachsen, sondern verlebte meine Kindheit und Jugend auf dem Planeten Vulkan, und habe keinerlei Erinnerungen an die Zeit, bevor ich als Baby nach Vulkan kam.

Auf Vulkan wurde ich von einer vulkanischen Familie adoptiert und erzogen, meine Adoptiveltern waren T’Elar und Sadik, die noch ein weiteres, jedoch leibliches, Kind haben: T’Kea, mit der ich in einem schwesterlichen Verhältnis aufwuchs. Sadik war auf Vulkan ein einflussreicher Diplomat, der sich aufgrund seines Einflusses anscheinend das Manko erlauben konnte, ein Alien-Adoptivkind zu haben.
Meine Kindheit war, wie man sich denken kann, alles andere als angenehm, da ich stets ein Außenseiter unter den vulkanischen Kindern war, jedoch wusste ich dieser Gegebenheit mit Stolz auf meine klingonische Herkunft (und ab und zu ein paar blutigen Lippen) zu begegnen.

Seit ich lesen gelernt hatte beschaffte ich mir alles was ich kriegen konnte, um mich über die Kultur und Lebensweise meines Volkes zu informieren, was allerdings von meinen Adoptiveltern nicht akzeptiert wurde, wollten sie mich doch nur vulkanisch erziehen. Logischerweise (!) führte das häufig zu (meinerseits) heftigen Auseinandersetzungen, da ich es nie gelernt habe, meine Gefühle so zu kontrollieren wie die Vulkanier. Ab und zu ging daher mein klingonisches Temperament mit mir durch, sehr zum Leidwesen meiner Adoptiveltern. Nichtsdestotrotz bemühten sich meine Eltern mit verbissener Kontinuierlichkeit, mich dazu zu bringen wie ein Vulkanier zu leben und zu denken (ich weiß nicht, wie viele vulkanische Gedankenverschmelzungen ich habe über mich ergehen lassen müssen!) , natürlich ohne Erfolg!
Allerdings entdeckten meine Eltern zu meinem Glück schon sehr früh, dass ich trotz meiner klingonischen Herkunft bedingt thelepatisch bin, und brachten mir in Ansätzen diese vulkanische Praktik der Gedankenverschmelzung bei. Selbstverständlich war ich nie dazu in der Lage diese Praktik so zu erlernen wie die Vulkanier und ich lernte auch nie meine thelepatischen Fähigkeiten richtig zu kontrollieren, da ich dazu stets zu emotional reagierte.

Da ich, nach der schulischen Ausbildung auf Vulkan, die hauptsächlich durch meinen Adoptivvater selbst erfolgte, meine einzige Chance, den Planeten Vulkan und seine fragwürdigen Bewohner zu verlassen, und gegebenenfalls irgendwann mal meine klingonische Heimat zu sehen, darin sah, einen Abschluss an der Vulkanischen Akademie der Wissenschaft zu schaffen, zwang ich mich zu Disziplin und schaffte es tatsächlich, in der Akademie aufgenommen zu werden. Das war eine kleine Sensation auf dem Planeten und traf auch bei sehr vielen bedeutenden Vulkaniern auf Missfallen.
Dass ich die Aufnahmeprüfung tatsächlich schaffte und schlussendlich aufgenommen wurde, erfüllte meine Eltern mit Stolz und Freude, zum einen, weil sie damit da facto wohl nicht gerechnet hatten, zum anderen, weil sie sich zum anderen nun nicht mehr mit mir herumschlagen (im wahrsten Sinne des Wortes) mussten.
Ich erfuhr erst später, als es zu spät war und ich bereits als Versuchskaninchen fungierte, wie die Terraner sagen wprden, dass meine latenten thelepatischen Fähigkeiten dabei eine Rolle spielten, da man nun die Möglichkeit hatte, eingehend zu untersuchen, warum ich diese Fähigkeiten trotz meiner klingonischen Abstammung habe.
Man kam zu dem Ergebnis, dass dies an dem sogenannten „Morphogenetischen Feld“ liegt, wofür ich mir aber nun auch nichts kaufen kann, um erneut ein terranisches Sprichwort zu bemühen..

Wie dem auch sei, an der Akademie belegte ich als Hauptfächer Konstruktion, Funktion und Instandhaltung von Raumschiffen (leider gab es auf dieser Akademie das Fach „Waffentechnik“ nicht! Die spinnen, die Vulkanier!), und schaffte mit Disziplin und sturem Durchhatkevermögen in der vorgegebenen Zeit meinen Abschluss.

Dieser Abschluss verschaffte mir die Möglichkeit auf die Sternenflottenakademie der Föderation auf dem Planeten Erde aufgenommen zu werden, wo ich durch besagten Abschluss eine verkürzte, wissenschaftlich orientierte, Ausbildung abschließen konnte.

Meinem ersten Wunsch, auf die Flottenakademie des Imperiums aufgenommen zu werden, wurde nicht entsprochen, was ich nur auf die ausgeprägten Beziehungen meines Adoptivvaters zurückführen kann, der nach wie vor versuchte, mich von jeglichem klingonischen Einfluss fernzuhalten.

Auf der Akademie der Föderation traf ich auch meiner Adoptivschwester T’Kea wieder, die wie ich auch einen Abschluss an der Akademie anstrebte, allerdings hatte sie eine diplomatische Laufbahn gewählt, war sie doch auch bereits auf Vulkan auf Wunsch ihres Vaters in dessen Fußstapfen getreten und hatte die Vulkanische Akademie der Diplomatie besucht.

Ein Jahr bevor der Krieg zwischen dem Imperium und der Föderation ausbrach, wurde ich auf das Föderationsschiff „U.S.S. Cochrane A“ versetzt, wo ich im Maschinenraum tätig war.
Ich hatte Schwierigkeiten mich in die Disziplin diese Schiffes einzufügen, da der Großteil der Besatzung aus schwächlichen Terranern bestand und, wie schon eh und je, mein klingonisches Temperament ab und zu mit mir durch ging.
Natürlich war ich die einzige Klingonin auf diesem Schiff, was wohl wieder auf meinen einflussreichen Adoptivvater und seinen Wunsch, mich von klingonischen Einflüssen fern zu halten, zurückzuführen sein dürfte.
Während einem Aufenthalt der U.S.S. Cochrane auf Deep Space Nine lernte ich den ersten Klingonen, dem ich in meinem Leben begegnete, kennen: Lieutenant Commander Worf. Mit ihm hatte ich, von einer kurzen Affäre abgesehen, längere Diskussionen darüber hatte, ob ein Klingone auf einem Föderationsschiff dienen sollte oder nicht. Wir konnten uns diesbezüglich nicht einigen.

Als der Krieg zwischen der Föderation und dem Imperium ausbrach, befand ich mich gerade mit der U.S.S. Cochrane in der Nähe der Grenze zwischen Imperium und Föderation und hatte das Glück, dass wir die U.S.S. Cochrane von einem Schiff des Imperiums angegriffen wurde, das gerade auf dem Weg zurück in das Imperiumsgebiet war.
Aufgrund meiner technischen Ausbildung war ich dazu in der Lage, mit einem Shuttle der Cochrane das Schiff zu verlassen. Allerdings war das nur möglich, indem ich die Schilde der Cochrane deaktivierte, was zur allgemeinen Begeisterung der Besatzung des Schiffs des Imperiums zur Folge hatte, dass die Cochrane mit der gesamten Besatzung außer mir zerstört werden konnte. Ich kann nicht behaupten, darüber traurig gewesen zu sein, denn so hatte ich schon beim Verlassen der Föderation die Möglichkeit dem Imperium nützlich zu sein.

Das Schiff des Imperiums nahm mich mit nach Qo’noS, wo ich sofort mit der Suche nach meiner Familie begann und mich aus diesem Grund einem Test meines Blutes unterzog, dessen Ergebnis es zunächst war, dass ich in der Tat nur klingonische Vorfahren hatte.
Bereits nach kurzer Suche lernte ich meine leibliche Schwester Khem’Ra Khem’Toq puqbe‘ DarkH tuq kennen, die damals auf der IKV Stormrider im Security-Department tätig war.

Khem’Ra erzählte mir an langen Abenden mit viel Blutwein die Legenden und Geschichten unseres stolzen Clans, und nachdem ich endlich das nentay hinter mich gebracht hatte, übernahm ich die Führung des Clans von meiner Schwester, da ich ein Jahr älter bin als sie. Eines machte ich aber damals schon klar: Die Führung des Hauses obliegt nur offiziell mir alleine, denn aufgrund meiner Vergangenheit ist es mir wichtig, dass meine Schwester mit ihrer reinen klingonsichen Kindheit und Erziehung, mit mir zusammen alle Entscheidungen fällt, die unseren Clan betreffen.

Unsere Eltern waren schon lange tot, Khem’Ra wusste mir zu berichten, dass sie bei einer Mission mit dem kleinen Schiff, dass unserem Clan gehörte, in einen Hinterhalt der Romulaner geraten sind und ehrenhaft, wie es sich für Krieger unseres Clans gehört, im Kampf gegen eine Übermacht der Romulaner gestorben sind.
Durch Nachforschungen, die ich mit Khem’Ra zusammen anstrengte, fanden wir auch noch mehr über die Umstände heraus. Wir erfuhren, dass meine Eltern mich zu dieser Mission mitgenommen hatten, und ich dadurch mit etwas mehr als einem Lebensjahr in die Hände der Romulaner fiel. Diese haben mich an die Vulkanier verkauft (!), ich frage mich, was hat denn Kinderhandel mit Logik zu tun? Wie dem auch sei, vermutlich war ich für die Vulkanier, allen voran für meinen Adoptivvater, von Anfang an immer nur ein Experiment, ob man aus einem Klingonen nicht einen „guten Vulkanier“ machen kann. Wir fanden auch heraus, dass meine Schwester Khem’Ra nicht mit bei der Mission dabei war, da sie damals zu Beginn der Mission erst vor kurzem geboren worden war. Sie war daher noch zu jung und wurde daher während der verhängnisvollen Mission meiner Eltern in dem Haus unseres Clans wohl behütet und beschützt durch unsere Amme und unsere Diener. Und: Wir fanden heraus, dass der Hinterhalt durch die Romulaner nur deswegen möglich war, weil es einen Verräter innerhalb des Imperiums geben muss. Khem’Ra und ich haben uns geschworen, dass wir diesen Verräter finden und unsere Eltern rächen werden.

Noch bevor ich damals meine Identität geklärt hatte und die Geschichten meines Hauses erfuhr, nahm ich Kontakt zu Admiral Qor Zantai HaQtaj, dem damaligen Kommandanten der Dark Vengeance Fleet, auf, mit der Bitte, auf einem Schiff des Imperiums im Science-Department eingesetzt zu werden. Denn es war mein sehnlichster Wunsch, dem Imperium mit meinem auf Vulkan und auf Terra erlernten Wissen über Wissenschaft und insbesondere über das Verhalten des Feindes dienen zu können.
Bereits kurze Zeit später wurde ich der IKV Qebmey joH als Wissenschaftsoffizier zugeteilt. Die IKV Qebmey Tai joH unter dem Kommando des damaligen Captains Forn Ben Adar nahm mich nach ihrer Rückkehr von einem Forschungsflug in den Gammaquadranten auf.
Das Leben auf einem klingonischen Schiff ist mir doch wesentlich lieber als das auf einem Schiff der Föderation!

Auf Grund meiner Dienste für das Imperium und meiner Leistungen an Bord der IKV Qebmey joH wählte mich der damalige Captain des Schiffes, B’Elanna HaQtaj, zu ihrem yaS wa’DIch (Ersten Offizier), nur zwölf Monate, nachdem ich an Bord gekommen war.

Nach vier Jahren Dienst auf der IKV Qebmey Tai joH übergab mir Fleet Command das Kommando über das Schiff (es hatte inzwischen für seine hervorragenden Dienste für das Imperium und die Flotte den Titel „Tai“ bekommen). Ich kommandierte dieses ruhmreiche Schiff zwölf Jahre, ehe ich das Kommando an meinen Nachfolger, jotmoS, abgab. Der Grund war der, dass ich Inzwischen zur Kommandantin der gesamten Flotte befördert worden war. Diese neue Aufgabe lässt mir keine Zeit mehr, zusätzlich noch das Kommando über ein Schiff zu führen.

Nun kommandiere ich die Dark Vengeance Fleet. Ich bin glücklich und es erfüllt mich mit Stolz, dass ich, trotz meiner fragwürdigen Erziehung und Kindheit, durch meine erfolgreiche Laufbahn meinem Clan Ehre bereiten kann.

la‘ nIv B’Elora veStay DarkH Khem’Toq puqbe’

DarkH tuq joH

Hurgh bortaS yo‘ ra’wI‘

Qtj © 2016